Auch bekannt als:
Sibirischer Ginseng, Stachelpanax, borstige Taigawurzel, Eleutherokokk, Eleutherococcus senticosus, Acanthopanax senticosus
Wissenswertes:
Die Taigawurzel zählt zur Pflanzenfamilie der Efeugewächse (Araliaceae) und wächst in riesigen Waldgebieten in Süd- und Südostsibirien, im nördlichen China sowie in Korea und Japan. Es handelt sich um einen sommergrünen, mehrjährigen Strauch der über 5 Meter in die Höhe wachsen kann und kleine Stacheln an den Zweigen hat. Der widerstandsfähige Stachelpanax trägt fünfzählig gegliederte Laubblätter an langen Stielen. Er bildet gelbliche oder violette, kegelförmige Blüten und dunkelblaue, stark aromatische Beeren.
Zu den verwendeten Pflanzenteilen gehören die Wurzeln und Rhizome der Gattung. Während die Pflanze in China bereits seit 2000 Jahren gebräuchlich ist, fand sie erst seit Mitte des 20. Jahrhunderts wissenschaftliche Beachtung. Auf der Suche nach einer Alternative für den relativ seltenen koreanischen Ginseng, der ebenfalls zu den Araliengewächsen zählt, stieß man auf die Taigawurzel. Bekannt wurde die Pflanze unter anderem durch die Tatsache, dass russische Kosmonauten auf Ihren Reisen durch das Weltall die Wurzel des Strauchs mit sich führten. Auch das sowjetische Olympiateam soll ihre Kraft zu schätzen gewusst haben.
Die Taigawurzel ist mittlerweile ein beliebter und günstiger Ginsengersatz geworden; mit ähnlichen Anwendungsgebieten, trotz seiner völlig unterschiedlichen Zusammensetzung. Insgesamt wurden über 50 verschiedene Bestandteile in der gesamten Pflanze nachgewiesen. Zu den wichtigsten Inhaltsstoffen des sibirischen Ginsengs zählen neben Phenylpropanan, Lignanverbindungen, Cumarine, Phytosterole und Saponine.
Taigawurzel - Zubereitungen:
Die geschnittene Wurzel kann als Tee oder alkoholischer Auszug zubereitet werden. Bei der Teezubereitung empfiehlt sich eine etwas längere Auskochung (ca. 10 Minuten). Dazu wird etwa 1 gestr. Esslöffel der zerkleinerten Wurzel mit 300 ml kaltem Wasser übergossen und erhitzt. Die Taigawurzel kann sehr gut mit Ashwaganda (Withania somnifera) kombiniert werden. Mit etwas Milch, Honig und einer Brise Zimt ist diese Mischung sehr angenehm und lecker!