Auch bekannt als:
Eingriffliger Weißdorn (Crataegus monogyna), Zweigriffliger Weißdorn (Crataegus laevigata), (Common) Hawthorn, Heckendorn, Weißheckdorn
Im Volksmund auch als:
Mehlbeerbaum, Mehlbeere, Mehldorn, Christdorn, Hag(e)dorn, Haakäsen, Hanweide, Hagapfel, Hagäpfli, Hägele, Hagewiepkes, Heinzelmännerchen, Mehlkübeli, Mehlfässl, Mehlwieken, Wibelken, Wubbelken, Zaundorn.
Wissenswertes: Weißdorn
Die Gattung „Crataegus” gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist in den gemäßigten Breiten Europas und Nordamerikas beheimatet. Insgesamt lassen sich etwa 800 Arten in Nordamerika und etwa 90 Arten in Europa unterscheiden. Gebräuchlich sind vor allem die beiden Arten „Crataegus laevigata” (Synomym: Cratataegus oxyacantha) und „Crataegus monogyna”.
Der Weißdorn ist ein sommergrüner 2-8 m hoher Strauch oder kleiner Baum mit glatter, grün-brauner Rinde, spitzen Dornen und dunkelgrünen, ledrigen Blättern. Er trägt auffällige, weiße Blüten im Frühjahr, die angenehm süß duften. Im Herbst reifen die hängenden roten Beerenbüschel heran. Die Früchte besitzen bis zu fünf Steinkerne, schmecken säuerlich-süß und haben eine mehlige Konsistenz. Das getrocknete Fruchtfleisch wurde früher auch als Mehlzusatz beim Brot backen verwendet. Daher wird der Weißdorn auch als Mehlbeerbaum oder Mehlbeere bezeichnet. Der Name „Crataegus” leitet sich vom griechischen Wort für Härte ab und verweist auf das besonders harte und feste Holz des Strauchs, dass sich u.a. für Werkzeugstiele und Spazierstöcke eignet.
Weißdorn-Hecken wurden bereits im Altertum als lebendiger Zaun angepflanzt, um heilige Stätten vor unerwünschten Eindringlingen zu schützen. Auch der alte Name Hagedorn (abgeleitet von Heckendorn) weist darauf hin, dass Gehöfte und Felder zum Schutz mit Weißdorn eingerahmt wurden.
Zu den verwendeten Pflanzenteilen des Weißdorns gehören die Blätter, Blüten und Früchte. Darin sind verschiedene oligomere Procyanidine (Flavonoide), wie Hyperosid, Rutin und Vitexin, sowie Saponine, Gerbsäuren und mineralische Bestandteile (v.a. Kaliumsalze) enthalten. Aus den getrockneten Pflanzenteilen kann ein Tee oder alkoholischer Auszug zubereitet werden Die Beeren können, gemischt mit anderen Früchten, zu Kompott, Gelee oder zu einem vitaminreichen Saft weiterverarbeitet werden.
Weißdorn Blüten und Blätter geschnitten - Zubereitungen:
Teezubereitung:
Für einen Teeaufguss können die geschnittenen Blüten und Blätter des Strauchs verwendet werden. 1 Esslöffel feingeschnittenen Weißdorn mit etwa 250 ml kochendem Wasser aufgießen, 15 Minuten abgedeckt ziehen lassen und abseihen. Bei Bedarf mit Rohrzucker oder Honig süßen. Weißdorn wird auch häufig mit Früchtetee gemischt getrunken.
Alkoholischer Auszug:
Ein gläsernes Gefäß mit verschraubbarem Verschluss bis zur Hälfte mit geschnittenen Weißdornblättern und/oder Blüten auffüllen und mit hochwertigem klaren Schnaps (Wodka oder Korn) aufgießen. Glas gut verschließen, etwa 3-5 Wochen an einem hellen Platz aufbewahren und regelmäßig durchschütteln. Anschließend abseihen und beispielsweise in kleine Tropfflaschen füllen.